Update UniFi Controller auf Raspberry Pi

Ich hatte ja bereits hier geschrieben, dass ich ein UniFi Controller auf einem Raspberry Pi betreibe. Nun will diese Software auch gelegentlich aktualisiert werden.

Ausgangslage: Ich habe den UniFi Controller unter /opt/UniFi installiert. Mein Downloadverzeichnis ist /home/pi/download oder kurz ~/download. Der Controller läuft unter dem user unifi.

Schritt 0: die aktuelle Version des UniFi Controllers herunterladen (siehe Blog)

$ cd ~/download/

~/download $ sudo wget http://www.ubnt.com/downloads/unifi/3.2.7/UniFi.unix.zip

–2014-12-13 03:11:34– http://www.ubnt.com/downloads/unifi/3.2.7/UniFi.unix.zip

[…]

100%[======================================>] 35,236,680 2.82M/s in 14s

2014-12-13 03:11:48 (2.48 MB/s) – `UniFi.unix.zip‘ saved [35236680/35236680]

~/download $

Schritt 1: Den UniFi Controller stoppen

$ sudo /etc/init.d/unifi stop

Kontrolle via ps -ef | grep /opt/UniFi/

Notfalls „sudo pkill -9 mongod“

 (optional) Schritt 2: Die Daten sichern.

$ sudo tar -czvf /home/pi/data.tar.gz /opt/UniFi/data

Schritt 3: Das bestehende Verzeichnis verschieben

(Achtung: wirklich schon alle Prozesse beendet?)

$ sudo mv /opt/UniFi /opt/UniFi.old

Schritt 4: Die neue Version entpacken

~/download $ sudo unzip UniFi.unix.zip -d /opt/

Schritt 5: Die Daten zurückschaufeln

$ cd /opt/UniFi.old

/opt/UniFi.old $ sudo cp -pr data ../UniFi

/opt/UniFi.old $ sudo cp -pr logs ../UniFi

Schritt 6: mongodb symlink reparieren

$ cd /opt/UniFi/bin

/opt/UniFi/bin $ sudo rm mongod

/opt/UniFi/bin $ sudo ln -fs /opt/mongodb/mongod mongod

Schritt 7: Rechte setzen

$cd /opt

/opt $ sudo chown -R unifi:root UniFi

 Schritt 8: Starten

$ sudo /etc/init.d/unifi start

Zwei Minuten warten bis der Serverdienst gestartet ist. Danach funktioniert der Login wieder wie gewohnt. Im Adminpanel (unterer Bereich) kann man bei Server Information dann kontrollieren, ob man auf der neuen Version läuft. Am Ende bleibt dann noch, die Access Points zu aktualisieren.

 


Enterprise WLAN inkl. Roaming fürs Heim mit Raspberry Pi und UniFi

UniFi Ubiquiti WLAN Controller Admin Screen

Wenn ich mich so durch das Haus bewege gehen manche Sachen mir ziemlich auf den Keks. Eine Sache sind Verbindungsabbrüche. Das Thema WLAN Roaming ist leider normalerweise eher eine Funktion für teure Enterprise-WLAN-Lösungen.

Freundlicherweise gibt es mit der UniFi Serie von Ubiquiti eine hübsche und relativ schicke WLAN Lösung mit Roaming-Funktion: http://www.ubnt.com/enterprise/#unifi:overview

Günstig wird die Sache aber erst, wenn man die (kostenlose) WLAN Controller Software auf einem Raspberry Pi laufen lässt. Dafür gibt es einige prima Artikel, allen voran dieser hier: http://erikvanpaassen.tweakblogs.net/blog/10024/turning-a-raspberry-pi-into-a-unifi-controller-appliance.html

Nützlich dazu:
http://vile.devlix.dk/blog/2014/03/09/raspberry-pi-unifi-controller/
http://vile.devlix.dk/blog/2014/03/30/ubiquiti-unifi-ac-pro-and-coverage/

Ich habe mir bei Reichelt einfach das „reichelt Raspberry PI B+ All-In-Bundle“ gekauft und bin der Anleitung gefolgt. Zusammenbau des Raspberry PI mit Software-Installation <2h.

Raspberry Pi B+ Bundle

Die Konfiguration des WLANs hat nach Anmeldung an dem WLAN controller von Ubiquiti keine 2 Minuten gedauert. Das Ding fragt nach SSID, WLAN-Passwort und welche bisher nicht zugeordneten Access Points mit aufgenommen werden soll. Cool!

Natürlich gilt es nach der Pflicht alle Winkel der Software zu erforschen, um möglichst viel kaputt zu optimieren.

UniFi Ubiquiti WLAN Controller Admin Screen

Grafische Übersicht / Platzierung der Access Points auf einem Grundriss

UniFi Ubiquiti Rogue Access Points

Auswahl aus den Statistiken: Rogue Accesspoints – dort kann man sehen, welche Nachbar-WLANs einem auf den Pelz rücken…

Meine aktuelle Ausstattung:

  • Raspberry PI B+ 512MB running Raspian
  • 1 UAP-AC
  • 1 UAP-PRO (zweiter ist schon geordert 😉 )

Die beiden Modelle haben noch einen zusätzlichen Gigabit-Port für eine Kaskade – das spart Ports. Bei beiden Geräten war ein PoE-Adapter im Lieferumfang enthalten. Die Geräte machen übrigens anscheinend lustige Brutzel-Geräusche, wenn sie ordentlich Daten schaufeln. Ich konnte die Geräusche deutlich reduzieren mit einem S/FTP Kabel.

DNS optimieren mit namebench

Das Opensource Projekt namebench bietet eine bequeme Möglichkeit einen Benchmark auf öffentliche DNS-Server zu machen. Das Ergebnis ergibt dann den potentiell schnellsten DNS-Server für den eigenen Internetanschluss. Ich habe das jetzt mal ausprobiert und der Geschwindigkeitsgewinn ist beeindruckend. Natürlich ist das auch eine Sache des Vertrauens, aber das ist gegenüber meinem Internetprovider auch nicht höher als gegenüber irgendwelchen Free-DNS-Servern. Zumindest sollte man sich über eine Whois-Abfrage davon überzeugen, dass die IP in Deutschland gemeldet ist.

namebench DNS Benchmark Ergebnis